Raus schauen…

28.02.2008 - 18:41 posted by ghost

guck.jpg… und dann den Alltag entdecken. Irgendwie fürchterlich. Dieser maschinell vorgegebene Trip zum Arbeitsplatz und dann in die Kantine und dann wieder heim. Am Samstag einkaufen, am Sonntag ausschlafen, dann wieder von vorne beginnen…

Stechuhren,  Kontrolleure (früher waren das Portiers, die alle Mitarbeiter mit dem Namen begrüssten) in schwarzen Uniformen, die dann fragen: “Was haben Sie im Aktenkoffer, bitte öffnen.”

Und ich frage mich nur, wann dann auch die Fenster zugemauert werden, damit der arbeitende Sklave nicht von einem Vogel gestört wird…

Schwarz sehen

24.02.2008 - 18:21 posted by ghost

Ich brauche eine neue Brille. Mit Linsen kann ich nichts anfangen. Das Gebumse und das Zurecht-Gerücke jeweils am Morgen - danke vielmals. Aber neue Augengläser müssen her - nicht vom Fielmann - ich habe da meinen uralten Laden…

schwarz.jpgSo sehe ich mitunter nur schwarz und weiss. Vor allem, wenn da Mädchen durch die Gassen hüpfen. Oder irgendwo der Sensenmann lauert und mir zu haucht: “Warte nur, ich krieg Dich schon noch.”

An den Ampeln ist das kein Problem. Im Auto sws nicht. Aber manchmal, nach acht Stunden Layout-Arbeit, sehe ich halt nur noch s/w. Alterserscheinung?

Never ending story

24.02.2008 - 14:01 posted by ghost

Früher waren es einmal ganz nette Leute, de mir da bei Preisgabe meines Kontos und der PIN-Nummer Millionen- Beträge überweisen wollten. Da ich nicht ganz so blöd bin, landeten diese Mails einfach im Trash. Inzwischen sind diese Leutchen vorsichtiger - sie sind nicht mehr staatlicher Verteiler einer ungeheuren Summe, sondern sie behaupten, ich hätte ein Email versandt und würde gerne meinen Riesentopf an Geld abkassieren.

Das tönt dann so:

Be notified by our organization that your email id has just qualified you for the Donation of $2,550,000.00.

By this notice you are advised to quote your Full Names, Address and qualification numbers to our Executive Sec with your Qualification number:(E-57-10747, R-456-76)

Executive Sec. Mrs. Ashley Tyler
Email: ashley_tyler201@live.com

Finally, all funds should be claimed by their respective beneficiaries not later than 14 days from today.
Best Regards,
Mrs. Emily Cole

Wer also Lust hat, dass sein Konto geplündert wird, darf da ruhig mein Passwort benutzen. Mich wundert eigentlich nur, dass da kein Staat, keine Regierung, keine Regulierungsbehörde eingreift… - aber die haben ja andere Dinge zu erledigen…

“BIG FISH”:
Kinohighlight im Schweizer Fernsehen

23.02.2008 - 12:07 posted by ghost

Manchmal, nicht oft, lohnt es sich, bis gegen Mitternacht zu warten und erst dann den TV einzustellen. So auch gestern, als SF Zwei Tim Burtons “Big Fish” ausstrahlte. Ein Film voller Metaphern, voller Geschichten, die sich ineinander verknüpfen, im Nichts auflösen und plötzlich doch wieder da sind.

big-fish.pngIch war bass erstaunt: Da erzählt Burton ein Buch von Daniel Wallace, das verflixt nahe an die Werke von T.C. Boyle heran kommt, aber umwerfend schön inszeniert ist und alle paar Minuten mit einer neuen Überraschung aufwartet, die sich vielleicht als Seifenblase entpuppen könnte, dann aber ihre eigene Story erhält und später im Film wieder als Fortsetzung auftaucht.

“Big Fish” ist ein Film voller Poesie, voller Erzählkunst, ein modernes Märchen, das realer gar nicht sein könnte. Ich bin später in der Nacht noch zum PC geeilt, habe mir da ein paar Bilder aus dem Web gefischt und einige Kritiken gelesen. Und mich gefragt, warum solche Filme eigentlich immer erst nach Mitternacht ausgestrahlt werden - denn solche Geschichten braucht die kränkelnde Menschheit, um wieder Denken, Nachdenken und auch Schmunzeln zu können.

big-fish2.jpgDie Handlung ist eigentlich eine einfache, wären da nicht die vielen Kreuzungen der Geschichte, die Zeitsprünge, die vielen kleinen Szenen, die schelmisch mit dem Zeigefinger drohen: “Lass Dich nicht irre leiten.” Knapp gefasst: Ein Sohn eilt ans Krankenbett seines Vaters, den er ewig lange nicht gesehen hatte. Und der Vater erzählt aus seinem Leben, Geschichten, die ihm der Sohn nicht glauben kann, bis er selbst darin eintaucht. Was der Sohn als Fantasie ablegen möchte, scheint sich dann bei Nachforschungen doch irgendwie zu bewahrheiten - und am Schluss des Filmes erzählt der heimgekehrte Sohn dem Vater die letzte Geschichte. Eine schöne Rezension des Films findet sich hier.

Vor ziemlich genau

23.02.2008 - 7:26 posted by ghost

blauerrain.jpg drei Jahren sah es so aus im Vorderen Emmental. Das Archiv belegt, dass wir damals noch wirklichen Winter hatten. Mit Schnee schaufeln, Split und Salz gegen das Eis.

Aber vom Klimawandel reden ja nur die Medien…

Krieg und Frieden

22.02.2008 - 15:46 posted by ghost

Fast hätte ich es vergessen. Aber irgendwie half dann doch der Kalender im PC und ich habe noch eine Flasche Schampus als Rettung des Tages holen können: 13 Jahre Krieg und Frieden - also Hochzeitstag.

flied1.jpgDa meine Frau keine Rosen mag und Blumen ohnehin lieber wild wachsen als in der Vase stehen sieht, habe ich folglich auf den obligaten Strauss verzichtet. Und hätte nicht J. aus Lux ein Mail gesandt, wäre wohl die ganze Sache eh spurlos vergessen gegangen, abgesehen vom Champagner auf den späten Abend.

So 13 Jahre können nachdenklich machen. Aber wenn ich meine grauen Haare sehe, dann denke ich doch wieder, dass auch ich älter, reifer und weiser geworden bin. Prost…

Endlich Regen

20.02.2008 - 17:20 posted by ghost

Die Dusche heute am Nachmittag hat gut getan. Schirmlos wie immer. Bei Sonnenschein aus dem Haus, bei Landregen heim gekehrt. Gemerkt, dass es doch noch anderes Wetter gibt.

vorreg.jpgAuch die Pflanzen haben sich gefreut. Und ich denke, dass einfach noch der Schnee fehlt in diesem Winter, der bald ein Frühling wird. So richtig feiner, dicker Schnee, der liegen bleibt. So wie in Athen oder in Istanbul. Hoffen ist ja erlaubt.

Später dann nochmals Sonne, Dunstschleier kreisen, und langsam wird es Abend. Zeit für eine Käseschnitte…

Mond, leicht eiernd

17.02.2008 - 12:00 posted by ghost

Den grossen Schnee habe ich mir abgeschminkt. Bleibt also nur noch die Hoffnung auf Regen, bevor alles ausgetrocknet ist. Und die Mondsicht schon tagsüber bleibt mir auch. Selbst wenn der Mond sich langsam zurück zieht. Wie er es so hat im 28 Tage-Rhythmus das Jahr durch.

mowei.jpgAber immerhin sehe ich ihn noch in diesen sternklaren Nächten und an den sonnigen Nachmittagen, das ist dann wieder Balsam. Meine nächtlichen Geister aus den letzten beiden Jahren sind verschwunden - vermutlich ist es ihnen zu kalt. Die Fliederbäume haben die Produktion eingestellt für eine Weile, es ist ihnen einfach zu gefährlich, tagsüber Knospen zu treiben, die dann nachts erfrieren. Zehn Minusgrade in der Nacht sind selbst für das Vordere Emmental im Februar eher eine Seltenheit.

Und auch heute am Mittag ist es immer noch weit unter Null. Mich wundert nur, wie sich die Vögel, die wir täglich mehrmals füttern, wärmen. Eigentlich rechne ich damit, dass sie irgendwann steif und erfroren von den Ästen fallen. Aber vielleicht orientieren sie sich am Mond und denken, da können nur bessere Zeiten kommen, bei Neumond vielleicht. Aber der Klimawandel findet nur in den Medien statt, nicht in den Köpfen der Menschen…

Vier Jahreszeiten

16.02.2008 - 17:15 posted by ghost

Wir sind absolut vorbereitet. Ob nun Schnee kommt (Schaufel), ob der Frühling einziehen wird demnächst ohne Frost (Erde), oder ob sogar der Sommer kommt und die anderen beiden Jahreszeiten auslässt (Giesskanne) - wir lassen uns da nicht aus dem Konzept bringen.

4jahr.jpgFür den Hochsommer haben wir bereits den Schlauch bereit gelegt, und falls dann dieses Jahr, trotz der Trockenheit, die Bäume Blätter tragen sollten, steht der Besen bereit, um das Laub säuberlich im Herbst auf einen Haufen zu wischen und dann auf dem Kompost zu entsorgen. Im Keller steht als Nothilfe bei Glatteis ein Sack Salz, für Notzeiten haben wir Trockengemüse und Trockenfleisch gelagert, und wenn der Strom ausfällt, werfen wir den Generator an.

Man weiss ja nie. Deshalb haben wir im Sinn, uns - für den Ernstfall - noch einen Bullerofen zu kaufen und den dann in der Stube aufzustellen - es könnte ja sein, dass plötzlich das Öl für die Heizung zu teuer wird. Wir haben uns auch ein Dutzend Gaskartouchen besorgt, damit wir zwischendurch mal warm essen können. Deshalb quillt der Vorratsschrank über an Beutelsuppen und Wiener-Würstchen in Büchsen, gleich nebenan stehen die diversen Büchsenbohnen und die neuste Aktion an Thunfisch. Wir sind also vorbereitet auf die Klimakatastrophe, die uns da in den Medien gepredigt wird und da die Politiker einfach nur labbern und nichts dagegen machen, muss der Mensch halt selbst vorsorgen.

Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn

14.02.2008 - 14:33 posted by ghost

auba1.jpgEs gibt manchmal Tage, da muss ich wirklich früh am Morgen raus, um irgendwann gegen Mittag mein Ziel zu erreichen. Meist macht mir das nichts aus, im Frühling und im Sommer sws nicht. auba2.jpgAber bei Nebel fahre ich nicht gerne, speziell dann, wenn ich vor mir nur gerade ein Rücklicht sehe, und dann später merke, dass es doch ein Auto ist und nicht ein Motorrad.

auba3.jpgHeute war wieder mal so ein Tag. Ich musste in die Nähe von Bern. Anfangs nichts als Nebel, dicht. Und ich habe mich gewundert, dass da nirgends ein Unfall geschehen ist. Jedenfalls habe ich keinen gesehen und auch im Radio gab es keine Staumeldungen.

auba4.jpgSo bin ich denn mit auba5.jpg80 bis 90 auf der Autobahn geschlichen und ich wudnerte ob der deustchen familienkarossen, die wohl verfrüht in die Skiferien gestartet sind, den Sarg auf dem Mercedes-Dach, voll besetzte Autos, immer links fahrend, lichthupend, wenn ich da mal zwischen den Lastenwagenkolonnen ausbrechen wollte, ich war chancenlos, Mercedes und BMW sind immer im Recht. Auch wenn sie links fahren…

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So bin ich halt gegondelt, und irgendwo bei Solothurn kam dann die Sonne aus dem Nebel, gekrochen zuerst, dann zaudernd, dann blinzelnd. Und plötzlich war der Himmel blau und die Sicht war frei und dann ging die Raserei auf der linken spur erst richtig los. Die 100 Stundenkilometer-Begrenzung beim Hügel von Wiedlisbach hat da keine Karosse gestört, die hatten mehr als 150 drauf, zisch und braus, und ich dachte mir einfach, hoffentlich steht da mal wieder der Blitzwagen und später die Sperre und die Leutchen dürfen ihr Feriengeld gleich mal halbieren oder das Auto abstellen. War leider nicht so.

Auch die Rennen der Lastwagen waren höchst imposant, die haben dann die Raserei ein bisschen abgebremst und ich kam auf der rechten Spur weiter als manch einer auf der linken. Und irgendwann kam ich dann ans Ziel, unbeschadet. Da ich zwischendurch ja gondelte, hatte ich auch Zeit für Autobahn-Fotos. Mit und ohne Nebel…

auba9.jpg