36 Stunden in Basel - das bringt entweder einen schweren Kopf (Rio Bar, Stainlemer etc.) oder schwere Füsse und Muskelkater. Oder beides. Man fährt zwar ausgezeichnet überall mit den ÖV hin und auch wieder zurück. Aber laufen muss der Mensch dann eben auch, und wer viel läuft, kriegt eben auch Durst.
So waren wir denn auch beim Herrn Beyeler in seinem Prachtsbau in Riehen, der so genannten Fondation. Gezeigt wurde eine herrliche Sammlung an Bildern von Fernand Léger. Doch: Da war nichts mit Fotos, denn ein Fotoapparat ist bei Beyeler verboten. Man würde ja sonst vielleicht beim Verlassen der Heiligen Hallen keine Postkarten, keinen Katalog kaufen. Also musste der Apparat in einem Schliessfach deponiert werden (ohne Kostenfolge).
Dabei gibt es ungezählte Bilder des Malers in ungezählten Büchern, die jederzeit gescannt werden könnten. Aber bei Beyeler darf einfach nicht fotografiert werden, basta. Was schon beim Betreten des Musentempels sauer aufgestossen ist.
Später, tagsdrauf, im Zug ins Dorf, das sich Stadt nennt, erinnerte sich meine Frau, dass sie da mal früher eine Collage gemacht hatte, mit Elementen aus Légers Werk. Statt ein Original ins Netz zu setzen, nehmen wir nun halt die Collage. Ist bisschen moderner als Léger, aber erinnert doch stark an den Künstler…
Copyright Collage: Sylvie Doeberl-Schachtler