Tirschenreuth…

28.02.2009 - 17:01 posted by ghost

…kam mir in den Sinn, als ich heute den Zaun des Nachbarn sah. Irgendwie daheim gefühlt. So wie früher. Als wäre ich noch in den Lederhosen durch den Schnee gestampft.

Heute ist das Dorf scheinbar eine Stadt geworden. Aber irgendwie denke ich, dass es da immer noch nahe bei der damaligen Schule ein Restaurant gibt, das noch echten oberfränkischen Leberkäse auf der Karte hat…

Ich werde auch den Besuch noch irgendwann schaffen - hallo Freunde Zwerenz, Haid, Winkelmüller… - remember me?

Nur geträumt

27.02.2009 - 16:31 posted by ghost

Solche Träume habe ich gerne. Schlossherr. Weingut. Weinkeller. Hunde überall. Und eine Ruhe, in der selbst das Fallen eines Blattes schon störend wirkt.

Vielleicht im nächsten Leben?

Times are changing

25.02.2009 - 18:37 posted by ghost

Eigentlich wundere ich mich, wie schnell die Zeit vergeht.

Aber das geht wohl allen älteren Leuten so…

Stabilo ist wieder da

23.02.2009 - 17:59 posted by ghost

Ich habe jahrelang statt mit einem Kugelschreiber mit diversen Stabilo-Filzstiften geschrieben. Das war früher, viel früher. Dann kam der C64, dann der Amiga, dann der kleine Mac, der grosse Mac, der Mac G3 und das Notebook dazu. Und immer habe ich gedacht, dass ich wieder einmal persönliche Briefe mit meiner Kralle schreiben sollte. Also war ich dann, auch noch früher, in einem Schreibwarenladen und habe dort meine Hand bemüht, irgendwelche Buchstaben mittels Füllfeder jeder Art zu einem vernünftigen Schriftbild zu zwingen. Das war ein nahezu sinnloses Unterfangen.

Eine Kollegin, die für Stabilo in der Schweiz die Presse betreut, hat mir dann einen Stabilo geschenkt. Und ich habe wieder, wie schon beim Füller, echt geübt und ich fand plötzlich, dass ich meine Handschrift sogar selbst entziffern konnte. Nicht so zu lesen wie etwa die Schulhefte von damals. Das Fach hiess “Schön schreiben”, damals. Aber jedenfalls war der Stabilo viel lesbarer als alle Tagebücher, die ich mit dem Kugi geschrieben hatte. Und sogar lesbarer als jene, die ich mit dem Pelikan-Füller gefüllt habe.

Also werde ich wohl oder übel nun schauen gehen, ob es da irgendwo im Dorf, das sich Stadt nennt, auch eine Auswahl an Stabilos hat. Denn der Teststift ist inzwischen leer geschrieben…

Dachlawine

20.02.2009 - 17:04 posted by ghost

Wenn da so gefrorener Schnee in Schollen vom Dach fällt, ist es besser, vorab zu testen, ob sich etwas bewegt, bevor man vor die Haustüre tritt. Denn so ein Schneeklotz ist ziemlich schwer und eisig auch noch.
Vor allem in den kommenden Tagen ist Vorsicht geboten, es soll ja tauen und vielleicht kommt dann auch noch der Regen bis ins Vordere Emmental. Das würde mir viel Arbeit und noch mehr Salz ersparen.

Aber das mit dem Salz hat auch so seine Kehrseiten. Es taut den Harsch-Schnee zwar auf, über Nacht dann aber wird das Wasser wieder zu Eis und dann können wir die Treppe rauf und runter rutschen. Und es befällt die Schuhe, die nach einem Tag schon fast weiss sind. Was zwar den Schuhmacher freut (gibt es den überhaupt noch?), im Endeffekt aber den Geldbeutel belastet.

Die Versuche in den letzten Jahren, feinen Kiesel zu streuen, stiessen auch nicht auf viel Freude: Die kleinen Steinchen, die zwar gut gegen das Rutschen nützten, fanden sich trotz vielfacher Staubsaugerei noch im Hochsommer in irgendwelchen Ritzen, Teppichen und sogar im Wintergarten.

Folglich wäre es doch einfacher, wenn Manitou endlich beschliessen würde, dass nun der Frühling zu kommen habe…

Französische…(II)

19.02.2009 - 18:11 posted by ghost

…Autos lieben den Schnee gar nicht. Schon gar nicht, wenn sie ringsum eingeschneit sind. Und überhaupt nicht, wenn die dörflichen Schneeräumer prinzipiell die Eisschollen direkt vor den Autos parkieren, was dann jedes Mal eine Stunde Arbeit bedeutet, um die Eisschollen mühsam wieder weg zu räumen.

Da hat sich schon manch ein Bürger geärgert, dass er zuerst einmal sein Handy nutzen musste, um seinem Arbeitgeber mitzuteilen, dass er später kommen werde, man müsse zuerst einmal das Auto frei schaufeln. Aber das ist den Strassen-Schnee-Räumer egal: “FREIE FAHRT FÜR FREIE BÜRGER!”

Da frage ich mich, ob ich kein freier Bürger mehr bin. Doch dieses Mal hatte ich Glück: Wir hatten so viel Schnee, dass der Nachbar Werner C. mit seiner Schneeräum-Maschine vorbei kam und sowohl seinen als auch meinen Parkplatz frei geschaufelt hat. Das war eine Geste!

Jetzt kommen die Dachlawinen, dazu braucht es keine Faselnacht - die Lawinen kommen einfach und Kopf sei Gnade, dass er nicht gerade dort vorbei geht, wo der Schnee ins Rutschen kommt. Jedenfalls wird morgen der Vorrat für die ganze Woche eingekauft - es soll ja noch mehr, viel mehr Schnee kommen…





Französische…

12.02.2009 - 13:02 posted by ghost

…Autos lieben Schnee nicht besonders. Der Leo ist da eine Ausnahme. In den fast zehn Wintern, die er überlebt hat, ist er nie von der Spur abgekommen, hat sich nie auf Eis verirrt und konnte sogar den schlitternden Sommerreifen-Fahrern immer im richtigen Moment noch ausweichen. Aber er liebt den Schnee trotzdem nicht speziell. Er würde sich am liebsten richtig schütteln.

So auch heute, als ich im Denner war. Auto perfekt vor dem Eingang parkiert. Einkaufswagen geholt. Mich gewundert, warum die beim Denner schon wieder alles umgestellt haben. Die Eier sind nun dort, die Nastücher dort, eine reine Irrfahrt. Aber nach zehn Minuten hatte ich alles im Griff und konnte sogar sofort bezahlen - bei solch Wetter geht ja auch niemand freiwillig einkaufen.

Also einladen.Aber, bevor ich abfahren konnte, musste ich zuerst einmal den Leo wieder vom Schnee befreien, denn im Dorf, das sich Stadt nennt, hatte während meines Denner-Besuches ein mittelmässig heftiger Schneesturm getobt, und da bleibt dann nur, alle Scheiben putzen, schnell musste das gehen, denn schon kam wieder eine Schneewolke, alle Heizungen an, abfahren.

Doch so einfach ist das nicht, wenn Dich da ein Minivan eingeklemmt hat. Also bisschen vorwärts, bisschen rückwärts, bisschen vorwärts, bisschen rückwärts und dann raus aus der Parklücke. Unterwegs nochmals einen Unfall gesehen. Blechschaden. Dann daheim parkiert und zuerst mal ausgeatmet - gut gemacht, Leo. Beim Treppenlaufen dann gemerkt, dass die morgendliche Reinigung mit Besen und Schneeschieber auf der Treppe gar nichts gebracht hat - es lag wieder Pulver und ich versank darin mit meinen Winterschuhen. Und so irgendwann, denke ich, könnte dann doch der Frühling kommen…

Winterfest

11.02.2009 - 14:23 posted by ghost

Der Busch hält sich tapfer weiter und gibt nicht auf. Komme da Schnee oder Frost en masse, es wird ganz einfach auf den Frühling gewartet.

Und manchmal denke ich mir, dass es vielen Menschen ähnlich gehen muss…

Angst um die Katze?

10.02.2009 - 14:24 posted by ghost

Unsere Katze, die nicht die unsere ist, sondern nur bei uns frisst, und manchmal auch da ist, also eben die Katze, die mit uns “Sucht mal” spielt, jene, die mich zum Stöbern zwingt, mich unruhig macht, wenn sie mal am Morgen nicht schon da sitzt, wartend auf den Fressnapf, und eben jene, die mir schon ein paar Mal die Krallen gezeigt hat, ist wieder da. Gut so.

Seltsamerweise hat sie sich neue Katzen-Manieren zugelegt. So wartet sie nicht mehr auf dem Brettchen vor dem Fenster, sondern nahezu versteckt hinter der Palästinenser-Fahne. Bis wir dann raus kommen. Und sie miaut auch nicht. Sie sitzt einfach da und schaut uns an.

Da waren meine diversen Hunde ganz anders. Die sagten mir auch, was sie wollten. Aber unsere Katze, die nicht die unsere ist, schaut nur. Und diesen Blick werde ich lange nicht vergessen können…

Zufälle

09.02.2009 - 18:35 posted by ghost

Das mag ich sehr: Überraschungen. Deshalb habe ich seit Jahren zwei CD-Wechsler von Pioneer, die insgesamt 600 CD beherbergen. Drücke ich da mal auf “Random”, was ich meistens mache, dann kommt da irgend etwas und ich staune eigentlich, was ich so alles an Musik gesammelt habe über die Jahre hinaus.

Soeben kam mal wieder - schon seit Jahren nicht mehr gehört - “Bridge over trouble water”. Die älteren Leser werden das Lied noch kennen…

Und so kommt ein Zufall nach dem anderen - andere nennen das Karma. Und wenn dann - auch per Zufall - noch der J.L. Hooker kommt, dann schwelge ich schon fast in meiner Vergangenheit. So ist es wohl auch ein Zufall, dass ich mich nun ein paar Nächte lang mit den Kurzgeschichten von T.C.Boyle befasst habe und manchmal nicht wusste, ob ich nun laut raus lachen, unterdrückt grinsen oder sogar still meine Tränen tropfen lassen sollte.

Kein Zufall ist hingegen, dass sich die deutsche Medienlandschaft, so nicht von der CDU/CSU gekauft, sehr lästernd über die merkelsche Politik zu Wort meldet. Wen wundert das noch - die Lady im obligaten Blazer gehört eigentlich wie der Benediktus schon lange aufs Abstellgleis… - nicht per Zufall!

Und ich bin dann immer wieder froh, einfach in meinem Hüttli zu sitzen und zwischen Musik, Büchern, Blogs, Radionachrichten und TV wählen zu können. Das nennt sich “multiple choice” und ist gar kein Zufall. Auch nicht, wenn ich das Abendrot sehe…