Nebel rund um mich

30.10.2009 - 18:08 posted by ghost

Manch ein Leser kennt dieses Bild aus dem vergangenen Frühling. Aber man sieht sehr deutlich, dass sich das Wetter nicht an Jahreszeiten hält: Die Nebelschwaden sind nahezu die gleichen. Der Hochnebel auch. Nur fährt die Kälte jetzt durch die Glieder, während es im Frühling schon einigermassen warm war.

Glücklicherweise haben wir ja unsere TV-Wetterfrösche. Und die sagen fürs Wochenende Sonne an; vielleicht die letzte Möglichkeit, nochmals aufzutanken. Um Pilze zu suchen. Oder um einfach im Garten zu sitzen und dem Kuhgebimmel zu lauschen. Und wenn es dann zu arg wird, das Gebimmel, dann halt den Kopfhörer an den MP3-Player anschliessen und eine Nasenklammer (wegen der Abgase der Rindviecher) befestigen. Solange, bis dann alles benebelt ist - das dämpft sogar die Kuhglocken. Die armen Tiere - die sind vermutlich ebenso benebelt wie deren Meister…

Herbstgefühle…

28.10.2009 - 16:11 posted by ghost

…kommen bei solchen Bildern einfach auf - da kann man sich noch so sehr dagegen wehren. Aber bald stehen wieder Feiertage ins Haus - Zeit zum Entspannen und Ausschlafen und Zeit genug, sich zu überlegen, ob da nicht der TV-Anschluss gekündigt werden sollte, da eh nichts läuft, dass mit Genuss zu sehen wäre.

Der faule Hund

26.10.2009 - 18:43 posted by ghost

Dem ist so: Meine Frau nennt mich täglich so. Wundert mich nur noch, dass sie mir nicht sagt, ich möchte doch alleine Gassi gehen. Aber sie kommt eh nicht mit in den Wald: Zecken!

Faul scheinbar deswegen, weil ich seit 2003 (Hirnschlag) nicht mehr (für die Arbeitgeber) tauglich bin. Bewerbungen hin, Bewerbungen her, es kommt meistens nicht einmal eine Antwort (das nennt sich dann neumodisch HR).

Aber es geht ja nur noch ein Jahr, dann kann ich mich vorzeitig pensionieren lassen. Und dann werde ich wirklich zum “faulen Hund”. Pennen. Pennen. Pennen. All die Zeit verschlafen, die man/frau mir gestohlen haben.

Bei Leonard gelesen

19.10.2009 - 17:58 posted by ghost

Manchmal, speziell im Herbst, lese ich uralte Bücher zum zigten Mal - jetzt gerade den Leonard Cohen. Und da ist ein sehr kurzes, aber sehr schönes Gedicht drin, hundertmal gelesen. Hier ist es für Euch:

Ich frage mich, wie viele Menschen in dieser Stadt
in möbilierten Zimmern leben.
Spät nachts, wenn ich auf die Häuser schaue
möchte ich schwören, in jedem Fenster ist ein Gesicht,
das zu mir herüberschaut,
und wenn ich mich abwende,
frage ich mich, wie viele an ihren Schreibtisch zurück gehen und dies hier aufschreiben
.

Das ist der Herbstblues, der da so einfährt…

Warum bn ich nicht in Nizza geblieben?

11.10.2009 - 16:40 posted by ghost

Seit ich wieder in der Schweiz weile, gibt es nur Ärger. Das begann mit den SBB-Gleisverschiebungen, dauerte dann an mit geklautem Inhalt aus meiner Reisetasche und führte schliesslich zum nervösen Nichtschlafen wegen der Kuhglocken. Da war Nizza wirklich ein Paradies.

Nun, das Problem mit den Kuhglocken wird sich mit einer Anzeige gegen und einer Busse für den mobbenden Bauern vermutlich schnell erledigen. Der Diebstahl aus meiner Reisetasche ist nicht beweisbar - ist aber erfolgt. Künftig nehme ich nur noch Handgepäck mit auf Flugreisen. Und was die SBB betrifft: Dort weiss inzwischen niemand mehr, ob nun die rechte Hand befiehlt, was die linke zu tun hat oder umgekehrt - also dann doch lieber das Auto nehmen, statt sinnlos von Perron zu Perron zu rasen.

Da Nizza für einen Kleinverdiener einfach unbezahlbar ist, musste ich halt wieder heimwärts. Aber die vielen Häuser, die dort zu verkaufen sind, würden schon Interesse wecken. Da hätte ich die Trottelbauern, die knapp lesen können, weit entfernt gelassen. Da hätte ich Sonne für meine letzten Tage, Monate, Jahre. Und ich müsste mich viel weniger ärgern. Da wäre das Meer vor der Nase. Da hätte ich Fisch vom Feinsten. Meeresgetier auch. Irgendwie scheint das jetzt alles, eine Woche nach der Rückkehr, wie ein Traum. Und Kühe oder Rinder habe ich dort nirgends gesehen…

PES 2009: Fussball ganz virtuell (II)

08.10.2009 - 17:11 posted by ghost

Sonntag in der Früh: Benno weckte mich zum Morgenessen. Per Handy. Benno ist ein Handymensch – immer, wenn wir uns verfehlt hatten an einem Treffpunkt oder ich einen Zeitplan verpasst hatte, konnte ich in Ruhe ein Bierchen trinken – ich wusste, er würde mich anrufen und seinen Standort mitteilen. Benno ist so ein iPhone-Mensch. Er fragt per iPhone nach meinem Befinden. Benno ist da eben ein spezieller PR-Mann – er lässt Dir freie Zügel, hat Dich aber trotzdem immer unter Kontrolle.

Die heisse Nacht der Entscheidungsspiele an den PES-Europameisterschften (siehe morgen im Kritiker) war vorbei. Vollmond. Es wurde noch lange gefeiert, die brasilianische Nationalhymne wurde gesungen, der Speaker hatte sich heiser geredet. Das Spiel erscheint am 22. Oktober in der Schweiz, das sei hier angefügt. Auf der Terrasse waren erst wenige Leute – das Frühstücksbuffet samt frischen Erdbeeren (im Oktober!) lockte, aber eben, ich bin nicht der Mensch, der nach Aufstehen und Duschen sofort essen kann. Kaffee (stark) und Orangensaft (frisch gepresst) reicht da vollkommen.

Dann verabschiedete sich Benno, er reiste früher heim. Ich musste folglich alleine die Zeit totschlagen. Von zehn Uhr am Morgen bis am Nachmittag um vier. Vorher noch auschecken und meine Tasche an der Rezeption abgeben. Sechs Stunden dolce vita – aber sechs Stunden Wartezeit kann ganz schön lange dauern. Spaziergänge entlang des Ufers. Die Sonne brannte mit 27 Grad. Warten irgendwo im Schatten, alle paar Minuten gemerkt, dass die Uhr wirklich nur ein paar Minuten mehr anzeigt. Das Buch hatte ich leider in meiner Tasche und die war deponiert. Beim Frühschoppen am Mittag mitgehört, wie sich da ein paar Mitglieder der „Staff“ unterhielten – Belgier – und sich erzählten, dass da ein Teilnehmer abgehauen sei, mit fast dem ganzen Inhalt der Minibar, ohne zu bezahlen. So rund 200 Euro, hörte ich. Man werde ihm das dann halt per Rechnung mitteilen.

Weitere Rundgänge rund ums Hotel, immer grössere Kreise gelatscht. Den Möven zugeschaut. Dreizehn Uhr. Meinen iPod hatte ich daheim vergessen, also kein Sound ausser dem Geplätscher der Wellen. Angefangen, Selbstgespräche zu führen. So oder ähnlich muss es sein, wenn man sich in einer Wüste verirrt. Kleiner Imbiss zur Auflockerung. Wieder gelatscht. Ein zweites Bier gegen den Durst, der da unweigerlich aufkommt. Fragen an mich beim Rumlaufen: Warum hatte ich nur die kleine Nikon mitgenommen? Warum hatte ich zwei Pullover im Gepäck? Was wollte ich mit einem dicken Jeanshemd, da doch alle in leichten Shirts durch die Gegend stolzierten? Warum hatte ich keine dreiviertel langen Hosen dabei, wie sie hier in Mode waren?

Die Antworten an mich (was macht man anderes in solchen Warteschlaufen, als sich selbst zu befragen?): Die grosse Nikon wäre viel zu schwer gewesen samt Objektiv. Die Pullover waren mit auf der Reise, da es am Tage vor der Ankunft an der Küste geregnet hatte. Das Jeanshemd hatte ich um die Hüfte gebunden, sicherheitshalber, in den Flugzeugen wird es manchmal sehr kühl.

Noch ein paar Bilder gemacht, in die Wartehalle gegangen, fast eingeschlafen, ein Kiosk war nirgends in Sicht, nur ein Souvenirstand mit Seidentüchern. Die Zigaretten wurden knapp. In Sachen Zigaretten vertrat das Hotel eine strenge Politik. Im eigenen Zimmer durfte geraucht werden. In allen anderen Räumen innerhalb des Hauses nicht. Auf der Terrasse und an der Schwimmbad-Bar dann aber doch.

Inzwischen waren immer mehr blaue Leibchen in Sichtweite – das waren die aktiven Teilnehmer am Turnier. Mehrheitlich, wie ich feststellen konnte, doch Jugendliche, die Opas hatten sich schon umgezogen. Nochmals schnell an der Rezeption das Handy nachgeladen. Weiter gewartet. Zeitungen gab es keine. Ein paar Notizen auf ein weisses Blatt Papier gemacht. Gedächtnis-Stützen.

Und dann war plötzlich der Bus da. Eine Dame auch, die sorgfältig abhakte, wer in den Bus stieg. Abfahrt zum Flughafen. Die Strasse entlang des Meeres ist sanierungsbedürftig, sagte mein Rücken: Ich hatte eine Platz direkt über der Vorderachse gefunden, Meine Knochen kreischten bei jedem Schlagloch den „Jetzt brechen wir gleich“-Walzer. Nizza ist baufällig, jedenfalls die Häuser an der Strasse entlang des Meeres. Viele Häuser sind zu verkaufen, viele Villen stehen leer, linsen mit kaputten Scheiben hinter den vielen Autos her, viele Appartements wollen vermietet werden, als wäre da eine Stadtflucht im Gange. Dann war die Bus-Tortur beendet, zuerst ein paar Lockerungsübungen, einchecken. Nur waren da zwei lange Kolonnen vor den beiden SWISS-Schaltern, Koffer über Koffer auf den Wägelchen – was nehmen die Leute so alles mit in die Ferien?

Am Business-Schalter stand niemand an – ich überlegte, ob ich mein Ticket mit meinen angesparten Meilen upgraden sollte. Ob das möglich wäre? Ich liess es, schliesslich war ich schon der siebte in der Reihe vor dem Schalter, und wenn das mit dem Upgrade nicht klappen würde, müsste ich wieder hinten anstehen. Benno hatte mir versprochen, er werde mir so bald als denkbar das PES-Game senden. Fussball virtuell – dann haben wenigstens die Daumen Bewegung. Wieder zwei Schritte nach vorne. Am Schalter dann sofort bedient dank elektronischer Registrierung, In den Warteraum beim Gate gewandert, den Dutyfree-Shop gesehen – aber der hatte keine Camel ohne Filter. War eigentlich egal – im Flughafen herrschte Rauchverbot.

Der Warteraum war bumsvoll. Der Airbus aus Zürich, der uns dann heimbringen sollte, war noch nicht gelandet. Ein Brötchen gekauft. Mit Huhn belegt. Steinhart. Eiskalt. Der Appetit war verflogen. Dann begann das Boarding. Ich wollte so schnell als möglich auf den Flieger – ging aber nicht, denn in Nizza wird das Flugzeug von hinten nach vorne gefüllt. Also zuerst die Reihen 32-25. Ich hatte einen Fensterplatz in Reihe 17, also warten. Irgendwann erschien dann die Leuchtschrift, dass nun alle Passagiere einsteigen können. Und natürlich begann nun die grosse Hetzjagd. Und es hatte sich bewiesen, was ich dachte: Warum zuerst hinten auffüllen und dann die grosse Masse nachschieben – logistisch machte das keinen Sinn. Denn der Gang war voller Menschen, die ihre Koffer verstauten, Jacken abzogen, Handys abstellten, Laptops in den speziellen Laptoptaschen einschlossen und die Tasche dann auf die Knie legten. Menschen, die dann wieder aufstehen mussten, weil da noch jemand in dieser oder jener Reihe einen festen Platz hatte, also Laptop unter den Arm klemmen, Sorry, ich muss da durch, dann wieder hinsetzen.

Endlich gestartet. Irgendwann über Antibes (so die eingeblendete Karte auf den SWISS-Bildschirmen über den Sitzen, kamen die Stewardessen und reichten sogenannte Butterbretzeli. Als ich mir die Bretzel von innen anschaute, wusste ich nicht, warum das Gebäck nun ausgerechnet „Butterbretzel“ heissen soll – Strohballen wäre besser gewesen, von Butter nur ein Spürchen. Na ja, zu Swissair-Zeiten war das noch ganz anders. Aber man muss halt überall sparen.

In Zürich angekommen, begann wieder das Gelatsche durch den Flughafen, auf die Toilette, dann die Suche nach dem Bahnsteig, von welchem mein Zug nach Olten fahren würde, so ich ihn erwische, was nicht passiert ist. Also eine knappe Stunde im Zürcher Haupt-Bahnhof rum gehangen, dann endlich den Zug erwischt, bumsvoll. Man möge doch bitte in den Speisewagen einsteigen, der sei zwar geschlossen, aber man könne dort sitzen. Was macht der naive Mensch, der aus vielen Gründen lieber die ÖV statt des Autos nützt: Er fügt sich. Der Speisewagen war auch bumsvoll.

In Olten dann ging es rasend schnell, rennen war angesagt, Zug erwischt, in Langenthal gleich noch ein Taxi geschnappt. Angekommen. Mit der Zeit merke ich, dass ich wirklich älter geworden bin…

PES: Fussball ganz virtuell (I)

07.10.2009 - 19:01 posted by ghost

Die Einladung nach St. Jean Cap Ferrat (bei Nizza) kam überraschend. Speziell, weil ich nicht wusste, was PES heisst (Pro Evolution Soccer). Ich dachte, es gehe um eine „Play Event Show“, also um eine Vorstellung neuer Games, speziell, weil die Einladung von der PR-Agentur des Game-Distributors Koch Media kam. Denkste – es ging um nichts anderes als Fussball. Fussball auf den Konsolen von Sony und Microsoft.

Aber das erfuhr ich erst vor Ort. Denn in der Einladung stand da etwas von Training, von Europa-meisterschaft, von Turnieren und man solle das Trikot nicht vergessen. Ein Anruf an Benno, den PR-Mann, brachte nicht viel – er sagte einfach nur, er werde auch nicht Fussball spielen.

Ja nun denn, bei der SWISS eingecheckt – elektronisch, wie man das heute so macht – vorab gemerkt, dass aus dem ehemaligen Flughafen eine riesige Einkaufsmeile geworden ist, latschen, latschen, auch gemerkt, dass ich nur die Kamera dabei hatte, das Handy ward vergessen in der Eile, also bei Orange schnell ein neues Handy gekauft, mein Abo bei Orange auf die neue SIM-Karte umgebucht, dann bisschen rum gesessen, weil trotz Handykauf viel zu früh, Platz gefunden, Benno hatte Fensterplatz reserviert, ich sitze aber lieber im Gang, macht nichts.

Gelandet, eine nette Dame hatte eine Liste vor dem Ausgang, hakte mich ab, angekommen, der Bus warte draussen. Da habe ich auch gewartet, eine halbe Stunde lang – kein Bus in Sichtweite, der irgendwie mit PES oder Soccer oder sonst wie angeschrieben war. Also: Taxi nehmen.

Unterwegs zum Hotel erfahren, dass die Fahrt am Tage 65 Euro koste, in der Nacht aber 75 Euro. Ganz schön happig. Dafür wusste der Fahrer ziemlich genau, wo das Hotel war, und die Zusatzschleife war wohl inbegriffen wegen der vielen Baustellen an der Meerpromenade.

Im Hotel dann wusste niemand etwas von einer Reservierung – man sei total ausgebucht. Also Benno angerufen, das neue Handy an der Rezeption einer Dame gegeben, die dann mit Benno alles abklärte, und weiter gewartet. Dann ein Zimmer bekommen, das eigentlich einer Dunkelkammer glich. Ausgerufen. Dann wurde ich – Manitou sei Dank – in die Orangerie verpflanzt. Herrliche Aussicht, gleich neben dem Meer und dem Pool, Palmen, Sonne, rundum ein Wohlbefinden seltener Art. Bis auf den Durst. Und das Magenweh – bei der Swiss gab es nämlich Gipfeli, nicht ganz fertig gebacken und noch ziemlich kühl waren – das hat mir wohl einen Klumpen in den Magen getrieben. Aber man gibt nie auf – zuerst einmal die Umgebung erkunden. Das Restaurant und die Strandbar hatte ich sofort gefunden. Dann ein Anruf von Benno, dass es später werde. Na denn, ich war gut essen (riesiges Buffet, leider alles kalt), aber feiner Fisch und feines Huhn. Ein bisschen sinniert am Meer.

Später dann Benno getroffen, nochmals gegessen. Nur noch Fisch – lecker, würde der Herr Lichter sagen. Relativ früh ins Bett – für den Tag darauf waren Roundtables angesagt. Und noch mehr Training. Die Geschenktasche und die offizielle Registrierung empfangen, Badetuch, T-Shirt mit meinem Namen drauf, Wasser und eine Flasche Olivenöl (da wusste ich, dass sich meine Frau freuen würde.) Ziemlich kaputt ins Bett – definitiv. Vorab aber den lästigen TV abgeschaltet, nachdem ich die Fernbedienung gefunden hatte. Sicherheitshalber alle Schubladen im Zimmer geöffnet – keine Bibel ausnahmsweise. Die beiden Türen Richtung Wasser aufgemacht, Meerluft tut Stubenhockern gut, selig eingeschlafen.

Frühstück ist nicht so meine Sache, ich brunche lieber gegen Mittag. Aber da waren schon wieder Termine – Soccer spielen. Ich habe mich abgemeldet. Benno hat mich dann geweckt – Mittagessen. War ebenfalls sehr fein – der Fisch und die Henne – nur ging die Henne zu früh aus und es kam keine neue mehr. Und mit Sardinen kann ich nichts anfangen. Zudem erinnerte mich das Buffet sehr klar an den gestrigen Tag – genau die gleiche Auswahl, zwar riesig, aber irgendwie halt ein doppeltes Lottchen. Also versucht, an der Bar etwas zu erwischen – die Bar wurde von der Hotelküche bedient, also gab es - klaro – genau das gleiche. Dann mal auf die Preise geschaut – ein Bierchen im Glas acht Euro. Wer kann das bezahlen?

Nun, später dann doch noch im Saal gewesen, wo sich die Super-Gamer der europäischen Nationen fanden. Vom Youngster bis zum Opa. Riesige Bildschirme, Konsolen, die zuerst nicht liefen, Demoeffekt. Es wurden Vorrunden und Finalrunden gespielt. Alles wie echt und mit genauso viel Eifer wie auf dem Rasen. Spannend für die Spieler, die nun endlich ihr Können zeigen konnten, spannend auch für die Zaungäste, die den absoluten PES-Cracks zuschauen konnten. Einer um den anderen wurde eliminiert bis zum Finale Spanien gegen Belgien. Ein harter Kampf, temporeich und ausgeglichen. Belgien hat sich knapp mit 2:1 den Titel PES European Champion geholt. Die Feier nach dem Finale hatte ich dann ausgelassen, irgendwie fand ich mich wirklich zu alt. Aber, ich habe ein T-Shirt bekommen mit der Nummer 10 und meinem Namen – jetzt werde ich dann irgendwann mal selber üben, so das Spiel bei mir eintrifft. Einfach nur, falls ich dann zur PES 2010 eingeladen werden möchte. Dann kann ich gegen den amtierenden Europameister antreten, der seine Titelverteidigung jetzt schon ankündigte. Das ist einem Champion noch nie gelungen, also eine Chance für mich.

Über den Rückflug mit Schwierigkeiten erzähle ich dann morgen weiter…