Schattenspiele

27.02.2010 - 17:12 posted by ghost

Schön, dass in diesem Nebelloch wieder einmal die Sonne aus dem Hochnebel guckte und für ein paar Lichtblickte sorgte.

Sonst wäre meines Vaters Weisheit, dass es überall Schatten gebe, wo auch Licht vorhanden sei, irgendwie falsch gewesen. Auch wenn es manchmal zu viel Schatten gibt und zu wenig LIcht.

Wenn Bäume weinen…

20.02.2010 - 12:21 posted by ghost

…kommt der Frühling näher. Das wird zwar noch ein paar Wochen brauchen, aber die Bäume weinen aus Vorfreude, weil sie dann endlich austreiben können.

Auch ich freue mich: Endlich bald wieder Fliederduft, der durchs Küchenfenster dringt und sich nieder laässt. Obwohl ich ein Schneefreak bin. Irgendwann wird es genug in dieser grauen Nebelsuppe und dem öden weissen Belag im Garten.

Seltsam…

20.02.2010 - 6:09 posted by ghost

…seit Nächten wache ich irgendwann auf, quer im Bett liegend, die Füsse vor dem Bett auf dem Schlafzimmerboden, als wäre ich sitzend eingeschlafen.

Aber das Buch, das ich scheinbar im Sitzen auf der Bettkante gelesen habe (welches?), ist nicht da. UNd ich denke deshalb, dass ich aus weiss Manitou welchen Gründen lieber halb sitzend schlafe. Vielleicht sollte ich mal in ein Schlaflabor gehen….

Frostnacht

18.02.2010 - 22:37 posted by ghost

Es gibt zwar Schlimmeres als eine halbe Stunde auf dem Perron einen Zug abzuwarten. Aber dann auch noch fotografieren, Batterie fast leer, Finger klamm - da kann das Museum nichts dafür, das wackelt dann einfach in den Fingern.

Gut, ich hätte mich ja in ein Restaurant verziehen können. Aber mit zwei Hamburgern in einerm McDonalds Papiersack macht sich das nicht so gut. Und trinken wollte ich auch nichts - mir war einfach nur kalt und dann noch kälter, als ich da neben den Geleisen stand und den Trams und den Autos zusah. Eisig war es. Und sehr kalt.

Nun ist mir irgendwie unklar, wie ich das damals als Skilehrer ausgehalten habe - bei mehr als 10 Minusgraden den Corvatsch hinunter zu fahren - ohne ein bisschen zu frieren. Wird der Mensch mit dem Alter empfindlicher und reagiert er stärker auf Kälte? Oder war es die Bise, die mir durch die Knochen gefahren ist?

Jedenfalls war ich froh, als der Zug endlich kam. Und dass ich mich wärmen konnte. Aber die Finger waren immer noch fast steif - und so wackelt halt alles ein bisschen. Erinnerungen für später, wenn ich nachts nicht mehr arbeiten muss, sondern endlich pensioniert sein werde…

Zutraulich…

14.02.2010 - 16:30 posted by ghost

…ist Knöpfli geworden. Meist kommt er geflogen, wenn er die Türe hört. Denn dann weiss der Kleine, dass die Spatzen sofort weg fliegen und er den Futterkasten ganz für sich alleine hat. Und auch die Amseln fliehen, so wir aus dem Hause kommen, Knöpfli kann dann auch im Schnee nach Körnern suchen, die das Spatzenheer achtlos auf den Boden fallen gelassen hat. Dabei kommt er oft sehr nahe an mich heran, so etwa bis auf zwei Meter, dann hört aber seine Zutraulichkeit auf.

Und so warten wir eigentlich darauf, dass Knöpfli irgendwann eine Knöpefline findet. So wegen Nachwuchs und so weiter…

Warum erinnert mich das…

09.02.2010 - 16:28 posted by ghost

…an den Tod? Ich weiss es noch nicht, aber irgendwie scheint sich der Winter in Tropfen aufzulösen.

Und der Mensch wird zu Asche oder zum Kadaver - da gibt es scheinbar schon Parallellen.

Und irgendwie denke ich bei diesem Bild an meine Vorvorvorfahren - die Erinnerungen sind verblasst, es tröpfelt nur noch. Mal das, mal das - und ich merke, das ich gar keine echte Familie mehr habe, ausser meiner Frau.

So werde ich mich denn auf dem Friedhof der Namenlosen begraben lassen - wie es sich auch mein Bruder für seinen Leichnam gewünscht hat. Doch das mit der Verwandschaft am Grab liegt nicht drin - vorher mache ich noch ein grosses Fest. Und dann einen ganz normalen Abgang. Tropf, tropf…

Halb leer oder halb voll?

08.02.2010 - 18:32 posted by ghost


Das ist immer dann die Frage, wenn im Dorf, das sich Stadt nennt, die Fasnachtstage mit ersten Vorgesängen beginnen. Da mal eine Trompete in der menschenleeren Marktgasse am Nachmittag, dort ein Bettler, aus irgendeinem Fenster die Stones, ziemlich laut, die Buchhandlung hatte meine Bücher bereit, zahlen, abfahren. Postfach leeren. Heimkommen.

Und am Abend dann ein Glas Wein trinken. Was will der Mensch mehr? Glück lässt sich nicht kaufen. Schade, sonst wäre ich wohl mittellos, aber glücklich. Das wäre doch auch schon ein Schritt nach vorne. Also, Prost, auch ohne Faselnacht…

Solo

06.02.2010 - 13:52 posted by ghost

Nachdem gestern noch zwei Raben das Sagen über die Krähen hatten, scheint sich heute einer von den beiden zurück gezogen zu haben. Aber der andere sitzt immer noch da wie ein Leuchtturm-Wärter und dirigert die Krähenmeute hin und her. Schön so.

Duo

05.02.2010 - 17:56 posted by ghost

Normalerweise sitzt da jeweils nur einer der Raben auf der Birke. Und der schreit seine ganze Sippschaft zusammen, die dann aber weiter fliegt und beim nahen Tümpel ein paar Bäume findet.

Heute nun mal gesehen: Zwei Herren, die sich da ankrächzen. Irgendwie haben die Raben derzeit schon grosse Lust aber die Ladies der Krähen-Abteilung fliegen trotzdem munter weiter. Ist doch immer das gleiche Lied - wie auch bei den Menschen.

Schneetopf

03.02.2010 - 9:50 posted by ghost

Wo normalerweise Glockenblümenchen wachsen, so vom Frühling bis in den spätern Herbst, hat sich der Schnee ein sicheres Bettchen gebaut. Und wir warten auf den Regen oder vernünftiges Tauwetter. Aber noch müssen Treppen und Garage frei geschaufelt werden - denn die nächste Schneefront rückt immer näher…