
Es gibt zwar Schlimmeres als eine halbe Stunde auf dem Perron einen Zug abzuwarten. Aber dann auch noch fotografieren, Batterie fast leer, Finger klamm - da kann das Museum nichts dafür, das wackelt dann einfach in den Fingern.
Gut, ich hätte mich ja in ein Restaurant verziehen können. Aber mit zwei Hamburgern in einerm McDonalds Papiersack macht sich das nicht so gut. Und trinken wollte ich auch nichts - mir war einfach nur kalt und dann noch kälter, als ich da neben den Geleisen stand und den Trams und den Autos zusah. Eisig war es. Und sehr kalt.
Nun ist mir irgendwie unklar, wie ich das damals als Skilehrer ausgehalten habe - bei mehr als 10 Minusgraden den Corvatsch hinunter zu fahren - ohne ein bisschen zu frieren. Wird der Mensch mit dem Alter empfindlicher und reagiert er stärker auf Kälte? Oder war es die Bise, die mir durch die Knochen gefahren ist?
Jedenfalls war ich froh, als der Zug endlich kam. Und dass ich mich wärmen konnte. Aber die Finger waren immer noch fast steif - und so wackelt halt alles ein bisschen. Erinnerungen für später, wenn ich nachts nicht mehr arbeiten muss, sondern endlich pensioniert sein werde…