Sonnig. Wolkenlos. Grillgeruch von überall. Grillfeste geradezu. Die üblichen Staus der üblichen Unverbes-serlichen an den üblichen Stellen.
Wir haben wie immer an solchen Feiertagen die Ruhe auf dem Lande genossen. Der Grillgeruch machte durstig. Und regte den Appetit an. Also gab es bei uns gestern einen feinen Wurstsalat mit angebratenen Pilzen, vielen Kräutern aus dem Kräutergarten meiner Frau, Tilsiter in Würfeln und einer feinen Sauce. Wir grillen erst ab Juni, so wir dann überhaupt den Grill anfeuern. Denn für zwei Personen rentiert es sich eigentlich nicht, ein halbes Kilo Holzkohle zu verfeuern.
Dass die Evangeliker einmal mehr den Feiertag nicht achten konnten, wird ihnen Manitou kaum verzeihen, da können sie noch so bimmeln. Wir genossen wunderbare Musik, tranken unser Bier und ein Glas Wein, erfreuten uns an der Sonne und an unserem Wildgarten, der immer mehr Schmetterlinge anlockt.
Unsere Riesenprimeln wollten zwar die Blüten noch nicht öffnen, aber mächtig sind sie schon. Ich dachte zuerst, es seien Mutanten - meine Frau erklärte mir dann, dass es sich um zwei sogenannte Wiesenprimeln handelt. Die zugelaufene Katze genoss ebenfalls die Sonne und hatte plötzlich noch mehr Appetit als sonst. Der Holunderbaum des Nachbarn verströmte einen sinnbetörenden Duft, und irgendwie schien es, dass Frieden im Lande herrschte. Nachts dann hörte ich durch das offene Fenster hunderte oder mehr Frösche auf der Wiese quaken - es scheint, als seien diese derzeit in der Paarungszeit. Froschkonzert.
Mono erklärte mir, wie ich im neuen ITunes meine MP3-CD brennen kann. Viel frischer Sound fürs Autoradio. Pfingsten 2010 - Erholung pur. Ohne Stress. Ohne sinnlose Telefonate. Ohne den üblichen Mailverkehr und fast ohne Spam. Eigentlich fast wie Ferien. Nur viel zu kurz…